Lösungen statt Probleme – Die Kunst, den Blick nach vorn zu richten

Stellen Sie sich vor, Sie leiten ein Meeting, in dem die Stimmung angespannt ist. Jeder konzentriert sich auf das, was nicht funktioniert hat, und es scheint fast unmöglich, einen Weg nach vorne zu finden. Aber was wäre, wenn Sie die Diskussion drehen könnten – weg von der Problemsuche, hin zur Lösungsfindung? Genau hier liegt der Kern der lösungsorientierten Führung.

Der Ansatz des Lösungsfokus wurde von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg entwickelt und beruht auf einer zentralen Annahme: Der Fokus auf die gewünschte Zukunft, auf vorhandene Ressourcen und Ausnahmen vom Problem, die bereits in der Vergangenheit hilfreich waren, ist wirksamer als das ständige Analysieren von Problemen und deren Ursachen. Diese Perspektive hilft Führungskräften, nicht nur Herausforderungen zu meistern, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Der Unterschied, der den Unterschied macht

Die Grundidee des Ansatzes ist, dass es oft nicht das Problem selbst ist, das uns blockiert, sondern der Fokus darauf. Führungskräfte, die den Blick auf Lösungen richten, schaffen Raum für Fortschritt und Innovation. Dabei geht es nicht darum, die Schwierigkeiten zu ignorieren, sondern sie als Ausgangspunkt für neue Möglichkeiten zu nutzen. Im Fokus steht, sich auf das zu konzentrieren, was funktioniert, und vorhandene Ressourcen zu nutzen, um gewünschte Zukunftsszenarien zu realisieren.

Eine Annahme des Ansatzes ist zum Beispiel: “Die Lösung hängt nicht zwangsläufig mit dem Problem zusammen”

Eine zentrale Annahme des lösungsfokussierten Ansatzes ist, dass die Lösung nicht zwangsläufig mit dem Problem zusammenhängt. Oft versuchen wir, die Ursachen eines Problems zu analysieren, um eine Lösung zu finden und tauchen dabei immer tiefer in die Problemursachen ein. Dabei kann eine andere Herangehensweise der Schlüssel zur Lösung sein. Die Lösungsfokussierung fragt z. B. nach dem gewünschten Zielzustand. Diese Frage öffnet Raum für kreative und zukunftsorientierte Lösungen, die nicht zwangsläufig in direktem Zusammenhang mit dem Ursprung des Problems stehen.

Eine andere Annahme des Ansatzes ist zum Beispiel: “Das, was funktioniert, sollte man häufiger tun”

Eine weitere Grundannahme lautet: „Das, was funktioniert, sollte man häufiger tun.“ Statt sich ausschließlich darauf zu konzentrieren, was schiefgeht, werden in der lösungsfokussierten Arbeit funktionierende Ansätze und Ressourcen hervorgehoben und gestärkt. Wir sollten uns fragen: Was machen wir bereits gut, und wie können wir davon mehr tun? Diese Herangehensweise schafft nicht nur Vertrauen in bestehende Strukturen, sondern eröffnet auch Wege, Erfolgsmuster weiter auszubauen.

Anspruchsvolle Beispiele aus der Praxis

Stellen Sie sich vor, Sie führen eine Unternehmensfusion in einer globalen Branche, bei der es darum geht, zwei Firmenkulturen und Teams über verschiedene Kontinente hinweg zusammenzubringen. Es gibt naturgemäß Spannungen und Reibungen. Eine problemorientierte Herangehensweise könnte sich auf die Differenzen der Kulturen konzentrieren und so die Integration weiter verkomplizieren. Eine lösungsorientierte Führungskraft hingegen würde gezielt nach den gemeinsamen Stärken suchen: Welche Prozesse laufen in beiden Unternehmen besonders gut? Welche gemeinsamen Ziele verbinden die Teams? Diese Aspekte könnten die Grundlage für eine erfolgreiche und zukunftsweisende Integration bilden.

Ein weiteres Beispiel: Ein etabliertes Unternehmen steht vor der Herausforderung, seine Innovationsprozesse zu beschleunigen, um mit dynamischen Start-ups mithalten zu können. Eine problemorientierte Perspektive würde sich auf interne Strukturen und Bürokratie konzentrieren, die als Bremsklötze gesehen werden. Ein lösungsorientierter Ansatz hingegen könnte die bereits vorhandenen internen Innovationsprojekte hervorheben und diese als Leuchttürme für die gesamte Organisation nutzen. So schafft die Führung einen Raum, in dem vorhandene Stärken ausgebaut und Skalierungspotenziale schnell erkannt werden – ohne die gesamte Struktur infrage zu stellen.

Lösungsorientierung zur Stärkung der Veränderungskompetenz

Ich begleite ich Sie gerne dabei, Ihren Fokus gezielt auf Lösungen zu richten, ohne die Herausforderungen aus den Augen zu verlieren. Gemeinsam entwickeln wir Ansätze, die Sie und Ihr Team nachhaltig voranbringen. Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an – ich freue mich auf den Austausch!


Haben Sie Fragen? Oder möchten Sie mehr darüber erfahren, wie ich Ihnen helfen kann? Ich freue mich, mit Ihnen darüber zu sprechen. Nehmen Sie noch heute Kontakt mit mir auf.